Beiträge aus dem AES Newsblog

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Dezember 2015   

 Weihnachtskonzert der Albert-Einstein-Schule am 13.12.2015

 In der voll besetzten ev.Thomaskirche (Arche) zeigten auch in diesem Schuljahr fast 100 Schülerinnen und Schüler am 3. Advent ihr Können. Außer der weihnachtlichen Musik von Sing&Swing mit LaViVaCVe, LaKiddies, LaVoices und den Albert-Singers haben auch mehrere Religions- sowie Werte- und Normenkurse verschiedene Beiträge zur Weihnachtszeit vorgetragen.

 

Wir haben die jüngsten beteiligten Schüler - also aus dem Sing&Swingkurs Jahrgang 5 -  befragt, wie sie  das Konzert erlebt haben, hier ihre Antworten:

 Schüler-O-Töne zum Weihnachtskonzert

  „Ich fand das Konzert gut, weil es sehr schön war, und die anderen Gruppen auch richtig gut waren.“ - „Meine Eltern und mein Bruder waren beim Konzert und waren sehr stolz auf mich.“ - „Unsere Aufstellung hat nicht so gut geklappt, weil wir sie nicht so oft geübt haben“ ; „Man hat unseren Text sehr gut verstanden“ - „Die Weihnachtsgeschichte aus dem Religionskurs war traurig und  schön“ - „Manchmal habe ich den Text falsch gesungen, weil ich so aufgeregt war“ -  „Das Lustigste war, dass einige Lehrer auch mitsingen mussten“ -  „Die Kirche sah von außen klein und von innen groß aus“  -  „Die Solosänger aus Jahrgang 6 haben sehr gut gesungen,  man hat sie gut verstanden“ -  „Das Konzert ging 1 Stunde und 30 Minuten“ - „Unsere Stimmen waren super“ - „Das Solo der Querflöten war echt cool“ -  „Es wurden zu viele Fotos gemacht“ - „Ich glaube, wir haben alle das Publikum gut unterhalten“.

            Autoren : Sing&Swingkurs Jahrgang 5

 


  Die neue Einstein Info-Broschüre zum Download 

 

In dem neuen Newsletter zur Albert-Einstein-Schule finden sich unter anderem Informationen zu dem neuen Mensabetreiber Sodexo und den Veränderungen im Kollegium der AES. Zudem wird sowohl über den kommenden Zukunftstag am 27. März 2016 informiert, als auch über den Tag der offenen Tür am 28. Februar 2016. Eltern und Schülerinnen und Schüler finden auch aktuelle Informationen zu den laufenden Brandschutzsanierungen sowie den bereits fertiggestellten Bauabschnitten an der Albert-Einstein-Schule in der Broschüre. 

 

Die Einstein Info-Broschüre kann unter diesem Link heruntergeladen werden. 


 Sodexo - neuer Kooperationspartner für die Mensa der AES 

 

Ab Januar 2016 wird die Mensa der Albert-Einstein-Schule von einem neuen Caterer beliefert. Um weiterhin aus den verschiedenen Wahlmenüs auswählen und in unserer Mensa mittagessen zu können, müssen sich die Schülerinnen und Schüler bei dem Catering-Unternehmen Sodexo anmelden. Unter diesem Link haben wir Informationen zu unserem neuen Caterer für die Schulmensa zusammengestellt.

 

Anmeldezettel sind an die Schülerinnen und Schüler verteilt worden, zusätzlich liegen weitere Exemplare im Schülersekretariat der Albert-Einstein-Schule Laatzen aus.


   Der Schüleraustausch mit dem Collège Édouard Branly in Grand-Quevilly / Frankreich

 

Bereits seit 1976 findet jährlich der Austausch zwischen der Albert-Einstein-Schule Laatzen und der Collège Édouard Branly in Grand-Quevilly/Frankreich statt. Am  Donnerstag, den 26.11.2015, gegen 21:00 Uhr kamen die französischen Austauschschüler an. Alle waren aufgeregt, weil niemand wusste, wen er zugeteilt bekommt. 

Freitag besuchten die französischen Schüler den Bürgermeister der Stadt Laatzen, Herrn Köhne, im Rathaus. Am Nachmittag haben wir gemeinsam, in der Innenstadt von Hannover am neuen Rathaus beginnend, einige Sehenswürdigkeiten, dem roten Faden folgend die Altstadt mit dem Weihnachtsmarkt, und u.a. die Marktkirche besichtigt. 

Das Wochenende haben die französischen-Schüler mit den Gastfamilien verbracht. Gemeinsame Aktivitäten waren z.B. schwimmen gehen, shoppen oder Museumsbesuche.  Die Unterhaltungen wurden in Englisch, Französisch und Deutsch geführt. Am Samstagabend veranstalteten wir, die Klassen 8G2 und 8G3, eine Party  für die französischen und spanischen Austauschschüler im Jugendzentrum Laatzen. Da hatten wir die Möglichkeit auch die anderen Austauschschüler kennenzulernen.  

Montag nach der Schule sind wir zum Bowling Center am Maschsee gefahren, das gemeinsame Bowlen hat uns sehr großen Spaß gemacht. Auch den Lehrern hat es gefallen. 

 

 Am nächsten Tag besuchten wir im Harz den Rammelsberger Bergbaumuseum in Goslar.  Der zum Museum gehörender Roeder Stollen war sehr dunkel und kalt, aber dennoch sehr interessant. Um aus den Stollen wieder herauszukommen, mussten wir mühsam eine steile Treppe mit 101 Treppenstufen steigen. Anschließend sind wir in Braunlage  Schlittschuh gefahren. Wir haben uns alle über den Schnee, der in Braunlage lag, gefreut.

Mittwoch besuchten wir das Phaeno, einer Experimentierlandschaft für Naturwissenschaft und Technik, in Wolfsburg. Wir konnten viele interessante Experimente ausprobieren. Besonders aufregend fanden wir den sechs Meter großen Feuertornado. Der sprechende Roboter Robo Thespian, der Albert Einstein imitieren konnte, war sehr lustig. Am Abend haben wir unsere Abschiedsfete in der Schule mit Disco und Essen gefeiert. 

Der letzte Tag war da und mit jeder Stunde kam der Abschied ein Stück näher. Es war das letzte Mal, dass  wir gemeinsam Unterricht hatten. Nach der Schule sind alle nach Hause gegangen und die letzten Vorbereitungen mussten gemacht werden: Tasche packen, verabschieden usw. Um 19.30 Uhr trafen sich alle am Bus. Die ersten Tränen liefen und niemand wollte sich vom anderen trennen. Alle umarmten sich und wollten einfach nicht, dass so eine schöne Zeit vorbei geht. Als die Franzosen in Deutschland angekommen waren, hatte sich niemand vorstellen können, dass der Abschied so schwer wird.  

 

Aber wir freuen uns alle schon auf Mai 2016, denn dann werden wir uns alle wiedersehen!

 

Autorin: Melisa Erol, 8G2 


 

 Die Austauschschüler aus Spanien und Frankreich zu Besuch an der AES Laatzen

 

Die Klasse 8G3 der Albert-Einstein-Schule schreibt regelmäßig Beiträge für die Zeitschrift "Hallo Laatzen". Anlässlich des Schüleraustausches mit den Partnerschulen der AES in Frankreich und Spanien veröffentlichten die Schülerinnen und Schüler auch diesen Beitrag in der Zeitschrift.

 

 Am Donnerstag, dem 26.11. kamen am Abend die Austauschschüler aus Frankreich und Spanien. Für eine Woche lebten sie bei uns in ihren jeweiligen Gastfamilien. Als die Busse vorfuhren, liefen wir alle kreischend und aufgeregt darauf zu. Beide Gruppen waren aber lange unterwegs gewesen und wollten nichts mehr essen oder erzählen, obwohl unsere Lehrerin vorher erklärt hatte, dass es für Spanier und Franzosen zur Kultur gehört, zu essen und zu trinken und dass sie unglücklich sind, wenn das nicht geht. Unsere Austauschpartner wollten jedoch erst mal nur schlafen. 

Die Lehrer haben dann für jeden Tag Ausflüge geplant. Die Franzosen und ihre Partner waren z.B. im Harz und in Wolfsburg im Phaeno und die Spanier in Berlin und Hamburg. Besonders Berlin war sehr schön, wo auch wir Deutsche noch viel gelernt haben. Eine Gruppe ist in einen falschen Zug eingestiegen, wusste sich aber zu helfen. Eine weitere Gruppe kam stark verspätet zum Treffpunkt, weil eine Spanierin noch shoppen gehen wollte. Leider kam hier der Zug pünktlich – im Gegensatz zu den Zügen, zu denen wir alle rechtzeitig da waren!

Damit auch die Mitschüler, die nicht beim Austausch mitgemacht haben, die Besucher sehen konnten, haben unsere Klassenlehrerinnen noch am Samstag Abend eine große Party im Jugendzentrum für uns alle organisiert. Es wurde viel gelacht und auch getanzt und die meisten haben Englisch gesprochen. So eine Party kannten wir alle noch nicht. Neu waren für die Gäste auch unsere Weihnachtsmärkte und dass es dort Hanftaschen gibt!

Ansonsten kamen unsere neuen Freunde mit in den Unterricht. Die Spanier waren mit in der Mathestunde und haben alles besser und schneller verstanden als wir, obwohl sie kein Wort Deutsch konnten! Am letzten Tag hat Frau E. noch eine besondere Unterrichtsstunde für uns und die Franzosen gestaltet, da haben wir durch verschiedene Aufgaben die jeweilige Kultur besser kennen gelernt. 

Zum Abschied haben viele geweint, aber im März beziehungsweise im Mai sehen wir uns ja alle wieder!

 

Autoren: Die Klasse 8G3 


  Sicherheitspolitisches Forum an der AES Laatzen  

 

In der zweiten Dezemberwoche haben insgesamt mehr als 180 Schülerinnen und Schüler der Abschlussjahrgänge im Realschul- und Gymnasialzweig der Albert-Einstein-Schule an verschiedenen Diskussionsforen zur internationalen Sicherheit teilgenommen. Mit Schülerinnen und Schülern des 10. Jahrgangs diskutierte Hauptmann Dr. Martin Neumann, Jugendoffizier der Bundeswehr, über die gewandelten Anforderungen an die Bundeswehr und die Sicherheitsorgane der Bundesrepublik Deutschland im 21. Jahrhundert. Von der Verbreitung von Massenvernichtungswaffen über die neue Bedrohung durch digitale Angriffe bis hin zum Vorgehen gegen den internationalen Terrorismus am Beispiel des IS in Syrien diskutierten die Schülerinnen und Schüler vielfältige Bedrohungslagen mit dem Experten der Bundeswehr. Die breite Diskussionsbereitschaft und die häufig auch kritischen Positionen der Schülerinnen und Schüler zu den Auslandseinsätzen der Bundeswehr wurden dabei offen angesprochen und in Abwägung der Positionen erörtert.  

Auch die Politik-/Wirtschaftskurse im Abiturjahrgang 2015/2016 stellten sich der kritischen Diskussion mit dem Experten, wobei die Schwerpunktsetzung dabei vor dem Hintergrund der Abiturrahmenvorgaben im laufenden Semester bei dem Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan und vor Somalia lagen. Die sicherheitspolitische Dimension der Kooperation innerhalb der Europäischen Union im Rahmen der GASP wurde dabei am Beispiel des Anti-Piraterieeinsatzes vor Somalia besonders deutlich. Auch in den Nachfragen der Schülerinnen und Schüler hinsichtlich der rechtlichen Legitimation des Bundeswehreinsatzes in Syrien wurde die Rolle Deutschlands als Bündnispartner in der EU hervorgehoben. Zielsetzung und Vorgehensweise bei dem geplanten Einsatz in Syrien sorgten dabei für viel kritischen Diskussionsbedarf.  

Deutlich wurde in allen Diskussionsrunden, dass die Bundeswehr als Parlamentsarmee in jedem ihrer Einsätze immer der indirekten Kontrolle durch die Schülerinnen und Schüler als Bürgerinnen und Bürger unterliegt. Gleichzeitig ist deutlich hervorgehoben worden, dass die Bundeswehr angesichts der komplexen Bedrohungslage im 21. Jahrhundert auch Teil eines Sicherheitsnetzwerks aus europäischen Verbündeten und NATO-Partnern ist.  

Ein besonderer Dank gilt nicht nur den sehr interessierten und diskussionsfreudigen Schülerinnen und Schülern, sondern insbesondere auch Herrn Dr. Martin Neumann, dem Jugendoffizier der Bundeswehr, für sein großes Engagement über alle Vorträge in dieser Woche hinweg.

Autor: Doelle 


  The Digital Road to Europe

 AES Laatzen erhält eTwinning-Zertifikat  

 

 Die AES Laatzen ist seit über 40 Jahren aktiver Partner in verschiedenen Austauschprogrammen und Kooperationen mit Bildungseinrichtungen in ganz Europa. Von Großbritannien bis Spanien, in Frankreich und Polen sind Schülerinnen und Schüler der AES Laatzen im Rahmen von Praktika und Partnerschaften zu Besuch, lernen, arbeiten und schließen Freundschaften. Allein in den vergangenen acht Wochen waren über 50 Schülerinnen und Schüler aus Frankreich, Polen und Spanien im Rahmen einzelner Austauschprogramme zu Gast an der AES. 

 Die AES Laatzen erweitert das vielfältige Repertoire an Möglichkeiten für die europäische Zusammenarbeit mit den Partnerschulen jetzt auch um die zertifizierte Partnerschaft im europäischen Netzwerk für Schulen eTwinning. In mehreren erfolgreich zertifizierten Projekten konnten die Schülerinnen und Schüler hier mittels verschiedenster Medien von Fotocollagen und Videos über Blogs und selbst kreierte Homepages schon während des Austausches eine selbstgestaltete Plattform schaffen, über die sie auch über den eigentlichen Austausch hinaus weiterhin in einem geschützten Raum Kontakt halten können.

  

 eTwinning ist dabei ein offizielles Siegel für die Arbeit, die an der AES Laatzen projektübergreifend schon seit vielen Jahren pädagogisch sehr erfolgreich betrieben wird. Dabei geht es darum, die Schülerinnen und Schüler über die engen freundschaftlichen Beziehungen mit ihren innereuropäischen Austauschpartnern hinaus auch in eigenen Projekten Kreativität freizusetzen und damit Gemeinsamkeiten zu schaffen. Die AES Laatzen als Institution Schule bietet dabei den Kindern und Jugendlichen den organisatorischen Rahmen und den pädagogischen Freiraum, um zu entdecken, wie gering die Sprachbarrieren innerhalb Europas angesichts unserer Gemeinsamkeiten sind. Mit jedem gemeinsamen Projekt, jedem erfolgreichen Austausch und jedem Wiedersehen in den nächsten Schulferien legen wir so den Grundstein für ein geeintes Europa.

Die langjährigen Freundschaften und engen Kontakte, die zwischen den Schülerinnen und Schülern der Austauschschulen entstehen, werden dabei durch die neuen Möglichkeiten der Zusammenarbeit im eTwinning-Netzwerk weiter bestärkt und so entsteht im Digitalen eine wertvolle Ergänzung zur ganz realen Erfahrung für unsere Schülerinnen und Schüler, dass sie Teil einer europäischen Jugend sind.

Ein besonderer Dank gilt dabei der Kollegin Inge Finck, die nicht nur als Multiplikatorin innerhalb des Kollegiums, sondern insbesondere durch ihre langjährige, engagierte Arbeit im Rahmen unserer europäischen Austauschprogramme die Zertifizierung der AES Laatzen als eTwinnig-Partnerschule ermöglicht hat. 

                                                                                  Autor: Doelle

 Weihnachten rund um die Welt 

 

 Zum 20-jährigen Jubiläum der Kooperation und des Austausch-programms der AES Laatzen mit dem XV. Liceum in Wroclaw haben die Schülerinnen und Schüler im vergangenen Jahr Bronzefiguren der Namensgeber beider Schulen gegossen. Als in diesem Jahr der Schüleraustausch mit Schülerinnen und Schülern des 9. Jahrgangs beider Schulen erneut fortgesetzt wurde, erwarteten die Statuen der Namenspatronen die polnischen Austauschschüler bereits im Innenhof der AES Laatzen.

Pünktlich zu Weihnachten sind die Symbolfiguren für das Zusammenwachsen der europäischen Nachbarn und der mit jeder Austauschgeneration engeren Freundschaft zwischen den Jugendlichen beider Länder festlich geschmückt worden. Zudem sind die Schülerinnen und Schüler im Rahmen eines Projekts der Frage nachgegangen, worin sich das Weihnachtsfest als verbindende Tradition in den verschieden europäischen Ländern und darüber hinaus unterscheidet. Die Ergebnisse der oft überraschenden, meist lustigen und nicht selten auch Perspektiven eröffnenden Recherche haben die Jugendlichen auf Stellwänden vor dem Innenhof ausgestellt. Die Ausstellung wird über die Adventszeit zu sehen sein – und trotz der am zweiten Adventswochenende noch frühlingshaften Temperaturen die Vorfreude auf das bevorstehende Weihnachtsfest steigern.

Autor: Doelle

 


 November 2015

 

 Klimaprojekt an der AES Laatzen 

 

Was ist der Masterplan 2050? Was bedeutet Klima und warum lohnt es sich dieses Klima zu schützen? Was ist die Region? Was machen wir eigentlich schon und was können wir noch machen?

 

Schülerinnen und Schüler des fünften, sechsten und siebten Jahrgangs unserer Schule haben sich auf den Weg gemacht, um diese und andere Fragen zu beantworten. Gemeinsam mit dem Verein "Politik zum Anfassen", haben die Schüler eine Ausstellung zu diesem Thema im Leine Einkaufszentrum besucht. Auf mehreren Schautafeln wurde umfassend darüber berichtet, was Klimaschutz bedeutet und was die Region, und insbesondere die Stadt Laatzen schon zum Klimaschutz beigetragen hat und was noch in Zukunft geplant ist.

 

 Der Gemeinschaftsgarten, das Nabu oder das aquaLaatzium sind nur einige der Themen. Auch unsere umweltfreundliche Turnhalle wird erwähnt.

 

 

Im Anschluss an die Ausstellung haben die Kinder dann an vier unterschiedlichen Stationen interaktiv Themen des Klimaschutzes bearbeitet. Da wurde Müll getrennt, Mario Meyers Tag auf Umwelt-sünden hin untersucht, der CO2-Ausstoß bei der Produktion von zum Beispiel 1kg Fleisch, 150km Auto fahren, einer 90°-Wäsche geschätzt und mit Holzsteinen visualisiert, der Masterplan 2050 und die eigenen Ideen zum Umweltschutz erarbeitet.

 

Mit vielen neuen Ideen und gestärkt durch leckeres Obst haben die Schüler sich dann in einem anschließenden Medienprojekt mit der App Pixelmator beschäftigt. Die Schülerinnen und Schüler überlegten sich, was sie dafür tun können, um unsere Umwelt zu schützen - und wie sie ihre Ideen auf einem Foto darstellen können. Nach dem Entwerfen einer Skizze ging es los. Es wurde in Kleingruppen fotografiert, retuschiert, gemalt, gelöscht und geschrieben. Die Ergebnisse sprechen für sich!

 

 

 Wir danken dem engagierten Team des Vereins "Politik zum Anfassen" für die tollen und lehrreichen Tage.

 

 

 

Autorin: Tanja Hippler

 


 

 Der Schüleraustausch mit dem XV. Liceum Wroclaw 2015/2016

 

Wymiany polsko-niemieckiej 2015-2016

 

Bereits seit über 20 Jahren besteht eine enge Partnerschaft zwischen dem XV. Liceum Wroclaw und der AES Laatzen. Auch in diesem Jahr konnte dank des Engagements der beteiligten Lehrkräfte Inge Finck, Monika Meyer-Wiedenbach von der AES Laatzen und Aneta und Jola vom XV. Liceum Wroclaw diese Partnerschaft wieder mit neuem Leben gefüllt werden. Wie in bisher jedem Jahr seit Beginn der Zusammenarbeit gibt es einen gegenseitigen Austausch mit 30 beteiligten Schülerinnen und Schülern. Während ihres Gastbesuches in Latzen haben die polnischen Austauschschülerinnen und -schüler bei ihren Austauschpartnern in den Gastfamilien gewohnt, mit ihnen gelebt und auch jede Menge erlebt.

 

 

Nach der Ankunft und dem ersten echten Kennenlernen begann die Woche mit einer Stadtrallye, gefolgt von einem ebenso spannenden wie lustigen Abend, der mit einem Bowlingturnier begann und dann individuell von den Austauschteams gestaltet wurde. Am Mittwoch ging es für alle Austauschteilnehmer nach Bremerhaven, wo neben der Stadt selbst auch der Hafen und das Auswandererhaus warteten. Am Donnerstag ging es dann in die Projektarbeit. Im Rahmen von Foto- und Videoarbeiten präsentierten sich die Austauschpartner selbst und ihre Schule. Nach so viel „Arbeit“ mussten am Nachmittag Abwechslung und Action her, also fuhren alle gemeinsam in das Lasertagcenter Laatzen. Nach diversen Runden in immer neuen Teams waren alle geschafft und freuten sich auf einen entspannten Abend in Kleingruppen. Am Freitag stand dann noch ein gemeinsamer Kinobesuch auf dem Programm, bevor es am Abend auf die große Abschiedsfeier ging. 

 

Die Zeit in den Austauschteams hat nicht nur gezeigt, dass Sprachbarrieren sehr schnell fallen, sondern auch, dass die Schülerinnen und Schüler aus Wroclaw und Laatzen als Jugend Europas mehr gemeinsam haben, als sie im ersten Moment erwartet hätten. Einige Teilnehmer des Austausches sind gleichzeitig an der AES Laatzen zu zertifizierten Toleranzlotsen ausgebildet worden und leiten eigenständig Workshops für Toleranz und Integration mit jüngeren Schülerinnen und Schülern. Auch sie haben in dieser Woche Freundschaften geschlossen, die Landesgrenzen nicht mehr trennen und sind damit einen großen Schritt auf dem Weg zu einem geeinten Europa gegangen, der weit über die politischen Diskussionen dieser Tage hinausreichen wird.

 

 Die gemeinsamen Erlebnisse während des Austausches haben die Schülerinnen und Schüler auch im europaweiten Netzwerk eTwinning geteilt und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Die entwickelten Homepages und den Newsblog mit Bildern des Austausches erreichen Sie hier über den Twinspace der AES Laatzen im eTwinning-Netzwerk.

 

Autor: Doelle

 

 

 


 

 

 

  Erinnerungskultur an der AES Laatzen:Von der Hölle ins Paradies“

 

Ein Zeichen gegen den Antisemitismus – ein eindrucksvoller Bericht zweier Zeitzeugen, eine ganz besondere neue Patenschaft und ein unvergesslicher Projekttag.

 

„Unser Leben war kein Leben mehr.“

 

 „Ich habe 6 Jahre unter den Nazis verbracht, jedoch nicht gelebt. Gelebt haben kann man nicht sagen, denn das war kein Leben.“

 

 „Wir sind zwischen Toten gegangen, haben zwischen Toten gelebt, gegessen, geschlafen, ein Toter war wie ein Tisch oder ein Stuhl.“

 

Es war eine ganz besonders große Ehre für alle rund 200 Schüler, die am vergangen Freitag (6. November 2015) im Zuge des Projektages zum Thema Nationalsozialismus den Berichten der beiden ehemaligen KZ-Häftlingen Salomon Finkelstein und Henry Korman beiwohnen durften. Berichte, die alle Anwesende geschockt, berührt und nachdenklich gestimmt haben. Es war ein denkwürdiger Vormittag, der durch die nachfolgende Übergabe der Patenschaft für einen jüdischen Friedhof in Gleidingen noch wichtiger wurde.

 

Die emotionsreichen Schilderungen der jüdischen Zeitzeugen setzten bereits kurz nach dem Beginn des Krieges ein, als die Einheiten von Soldaten ihre Heimatsorte erreichten. „Statt an die Zukunftsplanung zu denken kamen die Deutschen“, sagte Herr Korman gleich zu Beginn seiner Erzählung. Durch immer neue Verbote und Anweisungen wurden die Juden diskriminiert und  ihnen das Leben zunehmend erschwert, es wurde immer schlimmer. Am Tage habe man aufgrund der schweren Arbeit und des Hungers für die Nacht gebetet und in der Nacht für den Tag. Denn nachts kamen die Deutschen und holten die Menschen jüdischen Glaubens ab oder brachten diese um. 

 

Die Zeiten wurden jedoch noch schlimmer und das Überleben gelang den beiden nur durch riesiges Glück. Salomon Finkelstein erzählte den Schülern und Schülerinnen mit leiser, belegter Stimme davon, wie er nach einem Zwangsaufenthalt in einem Arbeitslager in das Konzentrationslager Auschwitz gebracht wurde. Dort sei ihnen der letzte Rest Stolz und Ehre genommen worden. Der heute 93jährige verbrachte über 2 Jahre in Auschwitz, was nach Statistiken so gut wie unmöglich war. Doch seine Fähigkeit, Deutsch und Polnisch zu sprechen, seine Jugend und seine Eigenschaft zu träumen hätten ihn gerettet.  Er träumte von einer Zukunft in Freiheit oder von Mädchen. Doch als er dann tatsächlich frei war, wusste er nicht ob er nach rechts oder links gehen solle.

 

 Die Erfahrungen von Henry Korman, der heute zeitweise in den USA wohnt, waren ebenso grausam, wie berührend. Auch er kam nach einiger Zeit mit unterschiedlichen Zwangsarbeiten nach Auschwitz, wo er jedoch nicht lange blieb. Bereits nach kurzem wurde er zum Arbeiten in eine Fabrik nach Hannover verlegt. Die Aufgaben waren hart und mit der Zeit verschlechterte sich sein Gesundheitszustand. Es kam der berüchtigte dreitägige „Todesmarsch“ nach Bergen-Belsen. Die Häftlinge lebten hier zwischen den Toten und mussten diese in die Gräber werfen, so Herr Korman. Alle haben um ihr Schicksal gewusst, sagte der heutige, ebenso wie Herr Finkelstein,  Ehrenbürger der Stadt Laatzen. „Heute sitze ich hier, war nur einen Tag von den Toten entfernt.“

 

Natürlich haben die schrecklichen Erlebnisse sowohl psychische als auch physische Folgen hinterlassen. Doch von Zorn auf die heutigen Generationen ist bei beiden nichts zu spüren. „Ihr sollt das Land schätzen, in dem ihr lebt, denn ich glaube es ist heute das beste Land“, sagte Herr Korman zum Schluss und Herr Finkelstein fügte noch hinzu, dass dieses Land einmal die Hölle war, doch heute einem Paradies gleiche.

 

Nach den eineinhalbstündigen Erzählungen kam noch ein einmaliger Höhepunkt des Projekttages – die Übergabe der Patenschaft für einen jüdischen Friedhof in Gleidingen. Feierlich wurde der Bund durch die Schulleitung, die Schülervertretung, den Bürgermeister Herr Köhne und zwei Vertreter des Landesverbandes jüdischer Gemeinden besiegelt. Es sei im Sinne der Vergangenheit sehr wichtig Zeichen zu setzen. Jüdisches Leben jungen Menschen mit lebendiger Geschichte näher zu bringen sei sehr wichtig. Friedhöfe, die für Juden eine besonders wichtige Rolle spielen, müssen geschützt werden, damit diese nicht, wie gerade in Hannover erst wieder passiert, geschändet werden. Die tiefere Bedeutung der Patenschaft sei auch das Andenken an die beerdigten jüdischen Bewohner dieser Stadt zu wahren und das Wachhalten sowie Lernen aus den Erinnerungen an die schrecklichen Verbrechen, die an allen Anhängern dieses Glaubens verübt wurden.

 

Insgesamt war es ein sehr wichtiger Projekttag, der seine Spuren bei allen hinterlassen hat. „Ich bin froh, dies noch erlebt zu haben“, sagte einer der Schüler in der folgenden Pause zu mir und ich glaube, dass er damit für viele der Zuhörer sprach. Denn die Gedächtnisse der noch verbliebenen Zeitzeugen lassen nach, die „Vergangenheit ist Gegenwart“ und darf niemals in Vergessenheit geraten.

 

Autorin: Finja Hinrichs 

 


 

 

 

Streit? Wir helfen euch!

 

Wir sind die neuen Streitschlichter der AES Laatzen

 

 

 Wir sind 14  Schülerinnen und Schüler  der Jahrgänge 7-9 und haben, um Streitschlichter zu werden, im Februar 2015 eine sechstägige Ausbildung mit Frau Klinkspon und Frau Pfennig absolviert.  

 

Während unserer Ausbildung im Familienzentrum Rethen mussten wir uns erst einmal als Gruppe besser kennen lernen. Als die anfänglichen „Schwierigkeiten“ überwunden waren, wuchsen wir mehr und mehr zu einer Gruppe zusammen und waren mit Spaß dabei. Wir haben gelernt,  wie ein Streit entsteht und sich entwickeln kann, denn in einem Streit muss man nicht nur auf das Offensichtliche achten.  Anhand von Rollenspielen übten wir unsere bevorstehende Aufgabe, was nicht selten zu einem Lachanfall  geführt hat. Auf einem dreitätigen Seminar in Großgoltern haben  wir  uns  dann intensiv auf  unsere Prüfung vorbereitet - die wir natürlich alle erfolgreich bestanden. Nebenbei hatten wir aber viel Spaß in unserer Freizeit beim Spielen, Gegend erkunden und sich noch besser kennenlernen.

 

Seitdem findet ihr uns in jeder 2. Pause in Raum A5b. Unser Streitschlichterteam ist für alle Schülerinnen/ Schüler von der 5. bis zur 7. Klasse da. Dann unterstützen wir euch dabei, euren Konflikt ohne die Hilfe eines Erwachsenen oder Lehrers selbst zu lösen! Ihr könnt die Streitschlichter auch per eMail erreichen: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

 

 

 

           Wir sind unparteiisch und arbeiten vertraulich!

 

 Und wir haben bestimmte Regeln, an die sich alle halten müssen!

 

 

 

Autor: Die Streitschlichter 

 


 

 Oktober 2015

 

Zeit zum Erinnern - eine Ausstellung zum 1. Weltkrieg

 

 Vor 100 Jahren zerbrach das „alte Europa“. In einem mörderischen Krieg, als dessen Ergebnis – wie auch bei heutigen Kriegen – die Weltordnung destabilisiert war, zerfleischten sich die Völker Europas. Mit seinen Millionen von Todesopfern wird der 1. Weltkrieg (1914-18) deshalb auch als die „Urkatastrophe“ des 19. Jahrhunderts bezeichnet. 

 

Trotz dieses Umstandes ist das sinnlose Sterben im 1. Weltkrieg im Bewusstsein vieler Menschen heutzutage in den Hintergrund getreten. Die Schrecken und die Verbrechen, die mit dem Nationalsozialismus in Form des Holocausts folgten, haben die Leiden dieser Zeit überlagert. Die Künstlerin Corinna Luedtke hat mit einer bemerkenswerten Ausstellung diese Zeit wieder ins Bewusstsein zu rücken versucht und unter dem Motto „Zeit zum Erinnern“ diesen industriell geführten Krieg vergegenwärtigt, wobei die AES als Kooperationspartner mitwirken durfte.

 

Bedeutsam in diesem Zusammenhang ist auch der Ort, die alte Predigthalle des jüdischen Friedhofs In der Strangriede, der einzige jüdische Sakralbau Hannovers, der die Reichspogromnacht 1938 und den Bombenkrieg unbeschadet überstanden hat. In diesem, zur NS-Zeit auch als „Judenhaus“ benutzten Gebäude und unter der Gedenktafel der im 1. Weltkrieg gefallenen jüdischen Soldaten, veranschaulicht die Ausstellung in 6 Stationen, von den Feldpostkarten bis hin zum Leichenkarren, unterschiedliche „Erlebniswelten“ der am Krieg Beteiligten. Der Krieg wurde in der restlos zerstörten Natur geführt, verdorrtes Gestrüpp und abgestorbene Äste, aber auch Klang- und Videoinstallationen sollten dies unmittelbar erlebbar machen und einen sinnlichen Eindruck dieses vielen Menschen heute unbekannten Krieges vermitteln.

 

 

 Juliana Mast und Leonie Warnecke aus dem 12. Jahrgang gestalteten die feierliche Eröffnung am 11.10.2015 unter Anwesenheit der unserer Schule verbundenen Zeitzeugen Salomon Finkelstein und Henry Korman mit. Nach den Eröffnungsreden zitierten sie Auszüge aus Erich Maria Remarques Anti-Kriegs-Roman „Im Westen nichts Neues“, so dass mit einem literarischem Bezug das Maßlose und Unmenschliche dieses Krieges verdeutlicht und eine sinnvolle Ergänzung zu den Bildern der Ausstellung hergestellt wurde. 

 

Es war eine atmosphärisch dichte Veranstaltung, nicht zuletzt auch durch die literarische Ergänzung von Leonie und Juliana!                  

 

 

 

Autor: Wilhelm Paetzmann

 

 

 

 

November 2015

 

Klimaprojekt an der AES Laatzen

 

Was ist der Masterplan 2050? Was bedeutet Klima und warum lohnt es sich dieses Klima zu schützen? Was ist die Region? Was machen wir eigentlich schon und was können wir noch machen?

 

Schülerinnen und Schüler des fünften, sechsten und siebten Jahrgangs unserer Schule haben sich auf den Weg gemacht, um diese und andere Fragen zu beantworten. Gemeinsam mit dem Verein "Politik zum Anfassen", haben die Schüler eine Ausstellung zu diesem Thema im Leine Einkaufszentrum besucht. Auf mehreren Schautafeln wurde umfassend darüber berichtet, was Klimaschutz bedeutet und was die Region, und insbesondere die Stadt Laatzen schon zum Klimaschutz beigetragen hat und was noch in Zukunft geplant ist.

 

Der Gemeinschaftsgarten, das Nabu oder das aquaLaatzium sind nur einige der Themen. Auch unsere umweltfreundliche Turnhalle wird erwähnt.

Im Anschluss an die Ausstellung haben die Kinder dann an vier unterschiedlichen Stationen interaktiv Themen des Klimaschutzes bearbeitet. Da wurde Müll getrennt, Mario Meyers Tag auf Umwelt-sünden hin untersucht, der CO2-Ausstoß bei der Produktion von zum Beispiel 1kg Fleisch, 150km Auto fahren, einer 90°-Wäsche geschätzt und mit Holzsteinen visualisiert, der Masterplan 2050 und die eigenen Ideen zum Umweltschutz erarbeitet.

Mit vielen neuen Ideen und gestärkt durch leckeres Obst haben die Schüler sich dann in einem anschließenden Medienprojekt mit der App Pixelmator beschäftigt. Die Schülerinnen und Schüler überlegten sich, was sie dafür tun können, um unsere Umwelt zu schützen - und wie sie ihre Ideen auf einem Foto darstellen können. Nach dem Entwerfen einer Skizze ging es los. Es wurde in Kleingruppen fotografiert, retuschiert, gemalt, gelöscht und geschrieben. Die Ergebnisse sprechen für sich!

 

 

Wir danken dem engagierten Team des Vereins "Politik zum Anfassen" für die tollen und lehrreichen Tage.

 

Autorin: Tanja Hippler

 


 

 Der Schüleraustausch mit dem XV. Liceum Wroclaw 2015/2016

 

Wymiany polsko-niemieckiej 2015-2016

 

Bereits seit über 20 Jahren besteht eine enge Partnerschaft zwischen dem XV. Liceum Wroclaw und der AES Laatzen. Auch in diesem Jahr konnte dank des Engagements der beteiligten Lehrkräfte Inge Finck, Monika Meyer-Wiedenbach von der AES Laatzen und Aneta und Jola vom XV. Liceum Wroclaw diese Partnerschaft wieder mit neuem Leben gefüllt werden. Wie in bisher jedem Jahr seit Beginn der Zusammenarbeit gibt es einen gegenseitigen Austausch mit 30 beteiligten Schülerinnen und Schülern. Während ihres Gastbesuches in Latzen haben die polnischen Austauschschülerinnen und -schüler bei ihren Austauschpartnern in den Gastfamilien gewohnt, mit ihnen gelebt und auch jede Menge erlebt.

 

Nach der Ankunft und dem ersten echten Kennenlernen begann die Woche mit einer Stadtrallye, gefolgt von einem ebenso spannenden wie lustigen Abend, der mit einem Bowlingturnier begann und dann individuell von den Austauschteams gestaltet wurde. Am Mittwoch ging es für alle Austauschteilnehmer nach Bremerhaven, wo neben der Stadt selbst auch der Hafen und das Auswandererhaus warteten. Am Donnerstag ging es dann in die Projektarbeit. Im Rahmen von Foto- und Videoarbeiten präsentierten sich die Austauschpartner selbst und ihre Schule. Nach so viel „Arbeit“ mussten am Nachmittag Abwechslung und Action her, also fuhren alle gemeinsam in das Lasertagcenter Laatzen. Nach diversen Runden in immer neuen Teams waren alle geschafft und freuten sich auf einen entspannten Abend in Kleingruppen. Am Freitag stand dann noch ein gemeinsamer Kinobesuch auf dem Programm, bevor es am Abend auf die große Abschiedsfeier ging.

Die Zeit in den Austauschteams hat nicht nur gezeigt, dass Sprachbarrieren sehr schnell fallen, sondern auch, dass die Schülerinnen und Schüler aus Wroclaw und Laatzen als Jugend Europas mehr gemeinsam haben, als sie im ersten Moment erwartet hätten. Einige Teilnehmer des Austausches sind gleichzeitig an der AES Laatzen zu zertifizierten Toleranzlotsen ausgebildet worden und leiten eigenständig Workshops für Toleranz und Integration mit jüngeren Schülerinnen und Schülern. Auch sie haben in dieser Woche Freundschaften geschlossen, die Landesgrenzen nicht mehr trennen und sind damit einen großen Schritt auf dem Weg zu einem geeinten Europa gegangen, der weit über die politischen Diskussionen dieser Tage hinausreichen wird.

 

Die gemeinsamen Erlebnisse während des Austausches haben die Schülerinnen und Schüler auch im europaweiten Netzwerk eTwinning geteilt und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Die entwickelten Homepages und den Newsblog mit Bildern des Austausches erreichen Sie hier über den Twinspace der AES Laatzen im eTwinning-Netzwerk.

 

Autor: Doelle

 


 

  Erinnerungskultur an der AES Laatzen:Von der Hölle ins Paradies“

 

Ein Zeichen gegen den Antisemitismus – ein eindrucksvoller Bericht zweier Zeitzeugen, eine ganz besondere neue Patenschaft und ein unvergesslicher Projekttag.

„Unser Leben war kein Leben mehr.“

„Ich habe 6 Jahre unter den Nazis verbracht, jedoch nicht gelebt. Gelebt haben kann man nicht sagen, denn das war kein Leben.“

„Wir sind zwischen Toten gegangen, haben zwischen Toten gelebt, gegessen, geschlafen, ein Toter war wie ein Tisch oder ein Stuhl.“

 Es war eine ganz besonders große Ehre für alle rund 200 Schüler, die am vergangen Freitag (6. November 2015) im Zuge des Projektages zum Thema Nationalsozialismus den Berichten der beiden ehemaligen KZ-Häftlingen Salomon Finkelstein und Henry Korman beiwohnen durften. Berichte, die alle Anwesende geschockt, berührt und nachdenklich gestimmt haben. Es war ein denkwürdiger Vormittag, der durch die nachfolgende Übergabe der Patenschaft für einen jüdischen Friedhof in Gleidingen noch wichtiger wurde.

 Die emotionsreichen Schilderungen der jüdischen Zeitzeugen setzten bereits kurz nach dem Beginn des Krieges ein, als die Einheiten von Soldaten ihre Heimatsorte erreichten. „Statt an die Zukunftsplanung zu denken kamen die Deutschen“, sagte Herr Korman gleich zu Beginn seiner Erzählung. Durch immer neue Verbote und Anweisungen wurden die Juden diskriminiert und  ihnen das Leben zunehmend erschwert, es wurde immer schlimmer. Am Tage habe man aufgrund der schweren Arbeit und des Hungers für die Nacht gebetet und in der Nacht für den Tag. Denn nachts kamen die Deutschen und holten die Menschen jüdischen Glaubens ab oder brachten diese um.

Die Zeiten wurden jedoch noch schlimmer und das Überleben gelang den beiden nur durch riesiges Glück. Salomon Finkelstein erzählte den Schülern und Schülerinnen mit leiser, belegter Stimme davon, wie er nach einem Zwangsaufenthalt in einem Arbeitslager in das Konzentrationslager Auschwitz gebracht wurde. Dort sei ihnen der letzte Rest Stolz und Ehre genommen worden. Der heute 93jährige verbrachte über 2 Jahre in Auschwitz, was nach Statistiken so gut wie unmöglich war. Doch seine Fähigkeit, Deutsch und Polnisch zu sprechen, seine Jugend und seine Eigenschaft zu träumen hätten ihn gerettet.  Er träumte von einer Zukunft in Freiheit oder von Mädchen. Doch als er dann tatsächlich frei war, wusste er nicht ob er nach rechts oder links gehen solle.

Die Erfahrungen von Henry Korman, der heute zeitweise in den USA wohnt, waren ebenso grausam, wie berührend. Auch er kam nach einiger Zeit mit unterschiedlichen Zwangsarbeiten nach Auschwitz, wo er jedoch nicht lange blieb. Bereits nach kurzem wurde er zum Arbeiten in eine Fabrik nach Hannover verlegt. Die Aufgaben waren hart und mit der Zeit verschlechterte sich sein Gesundheitszustand. Es kam der berüchtigte dreitägige „Todesmarsch“ nach Bergen-Belsen. Die Häftlinge lebten hier zwischen den Toten und mussten diese in die Gräber werfen, so Herr Korman. Alle haben um ihr Schicksal gewusst, sagte der heutige, ebenso wie Herr Finkelstein,  Ehrenbürger der Stadt Laatzen. „Heute sitze ich hier, war nur einen Tag von den Toten entfernt.“

Natürlich haben die schrecklichen Erlebnisse sowohl psychische als auch physische Folgen hinterlassen. Doch von Zorn auf die heutigen Generationen ist bei beiden nichts zu spüren. „Ihr sollt das Land schätzen, in dem ihr lebt, denn ich glaube es ist heute das beste Land“, sagte Herr Korman zum Schluss und Herr Finkelstein fügte noch hinzu, dass dieses Land einmal die Hölle war, doch heute einem Paradies gleiche.

Nach den eineinhalbstündigen Erzählungen kam noch ein einmaliger Höhepunkt des Projekttages – die Übergabe der Patenschaft für einen jüdischen Friedhof in Gleidingen. Feierlich wurde der Bund durch die Schulleitung, die Schülervertretung, den Bürgermeister Herr Köhne und zwei Vertreter des Landesverbandes jüdischer Gemeinden besiegelt. Es sei im Sinne der Vergangenheit sehr wichtig Zeichen zu setzen. Jüdisches Leben jungen Menschen mit lebendiger Geschichte näher zu bringen sei sehr wichtig. Friedhöfe, die für Juden eine besonders wichtige Rolle spielen, müssen geschützt werden, damit diese nicht, wie gerade in Hannover erst wieder passiert, geschändet werden. Die tiefere Bedeutung der Patenschaft sei auch das Andenken an die beerdigten jüdischen Bewohner dieser Stadt zu wahren und das Wachhalten sowie Lernen aus den Erinnerungen an die schrecklichen Verbrechen, die an allen Anhängern dieses Glaubens verübt wurden.

Insgesamt war es ein sehr wichtiger Projekttag, der seine Spuren bei allen hinterlassen hat. „Ich bin froh, dies noch erlebt zu haben“, sagte einer der Schüler in der folgenden Pause zu mir und ich glaube, dass er damit für viele der Zuhörer sprach. Denn die Gedächtnisse der noch verbliebenen Zeitzeugen lassen nach, die „Vergangenheit ist Gegenwart“ und darf niemals in Vergessenheit geraten.

 

Autorin: Finja Hinrichs

 


 

Streit? Wir helfen euch!

 Wir sind die neuen Streitschlichter der AES Laatzen

 Wir sind 14  Schülerinnen und Schüler  der Jahrgänge 7-9 und haben, um Streitschlichter zu werden, im Februar 2015 eine sechstägige Ausbildung mit Frau Klinkspon und Frau Pfennig absolviert.  

Während unserer Ausbildung im Familienzentrum Rethen mussten wir uns erst einmal als Gruppe besser kennen lernen. Als die anfänglichen „Schwierigkeiten“ überwunden waren, wuchsen wir mehr und mehr zu einer Gruppe zusammen und waren mit Spaß dabei. Wir haben gelernt,  wie ein Streit entsteht und sich entwickeln kann, denn in einem Streit muss man nicht nur auf das Offensichtliche achten.  Anhand von Rollenspielen übten wir unsere bevorstehende Aufgabe, was nicht selten zu einem Lachanfall  geführt hat. Auf einem dreitätigen Seminar in Großgoltern haben  wir  uns  dann intensiv auf  unsere Prüfung vorbereitet - die wir natürlich alle erfolgreich bestanden. Nebenbei hatten wir aber viel Spaß in unserer Freizeit beim Spielen, Gegend erkunden und sich noch besser kennenlernen.

Seitdem findet ihr uns in jeder 2. Pause in Raum A5b. Unser Streitschlichterteam ist für alle Schülerinnen/ Schüler von der 5. bis zur 7. Klasse da. Dann unterstützen wir euch dabei, euren Konflikt ohne die Hilfe eines Erwachsenen oder Lehrers selbst zu lösen! Ihr könnt die Streitschlichter auch per eMail erreichen: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

 

           Wir sind unparteiisch und arbeiten vertraulich!

 Und wir haben bestimmte Regeln, an die sich alle halten müssen!

 

Autor: Die Streitschlichter

 


 

 Oktober 2015

 Zeit zum Erinnern - eine Ausstellung zum 1. Weltkrieg

 

Vor 100 Jahren zerbrach das „alte Europa“. In einem mörderischen Krieg, als dessen Ergebnis – wie auch bei heutigen Kriegen – die Weltordnung destabilisiert war, zerfleischten sich die Völker Europas. Mit seinen Millionen von Todesopfern wird der 1. Weltkrieg (1914-18) deshalb auch als die „Urkatastrophe“ des 19. Jahrhunderts bezeichnet.

Trotz dieses Umstandes ist das sinnlose Sterben im 1. Weltkrieg im Bewusstsein vieler Menschen heutzutage in den Hintergrund getreten. Die Schrecken und die Verbrechen, die mit dem Nationalsozialismus in Form des Holocausts folgten, haben die Leiden dieser Zeit überlagert. Die Künstlerin Corinna Luedtke hat mit einer bemerkenswerten Ausstellung diese Zeit wieder ins Bewusstsein zu rücken versucht und unter dem Motto „Zeit zum Erinnern“ diesen industriell geführten Krieg vergegenwärtigt, wobei die AES als Kooperationspartner mitwirken durfte.

Bedeutsam in diesem Zusammenhang ist auch der Ort, die alte Predigthalle des jüdischen Friedhofs In der Strangriede, der einzige jüdische Sakralbau Hannovers, der die Reichspogromnacht 1938 und den Bombenkrieg unbeschadet überstanden hat. In diesem, zur NS-Zeit auch als „Judenhaus“ benutzten Gebäude und unter der Gedenktafel der im 1. Weltkrieg gefallenen jüdischen Soldaten, veranschaulicht die Ausstellung in 6 Stationen, von den Feldpostkarten bis hin zum Leichenkarren, unterschiedliche „Erlebniswelten“ der am Krieg Beteiligten. Der Krieg wurde in der restlos zerstörten Natur geführt, verdorrtes Gestrüpp und abgestorbene Äste, aber auch Klang- und Videoinstallationen sollten dies unmittelbar erlebbar machen und einen sinnlichen Eindruck dieses vielen Menschen heute unbekannten Krieges vermitteln.

Juliana Mast und Leonie Warnecke aus dem 12. Jahrgang gestalteten die feierliche Eröffnung am 11.10.2015 unter Anwesenheit der unserer Schule verbundenen Zeitzeugen Salomon Finkelstein und Henry Korman mit. Nach den Eröffnungsreden zitierten sie Auszüge aus Erich Maria Remarques Anti-Kriegs-Roman „Im Westen nichts Neues“, so dass mit einem literarischem Bezug das Maßlose und Unmenschliche dieses Krieges verdeutlicht und eine sinnvolle Ergänzung zu den Bildern der Ausstellung hergestellt wurde.

Es war eine atmosphärisch dichte Veranstaltung, nicht zuletzt auch durch die literarische Ergänzung von Leonie und Juliana!                  

 

Autor: Wilhelm Paetzmann