Hollandaustausch mit dem Marnix College in Ede

Seit 2004 findet jährlich ein Schüleraustausch mit der Partnerschule in Ede, Niederlande statt. Jedes Jahr nehmen schulzweigübergreifend etwa 30 Schülerinnen und Schüler an dem Austausch teil. Die Austauschpartner werden während ihres Aufenthaltes in Ede in Gastfamilien untergebracht, im Gegenzug finden auch die niederländischen Austauschschüler in Laatzener Gastfamilien ein Zuhause. Die Kommunikation erfolgt dabei auf Englisch und Deutsch. Zur Vorbereitung bietet die Albert-Einstein-Schule den Teilnehmerinnen und Teilnehmern eine AG an, in welcher kulturelle, politische und landeskundliche Aspekte in Trainings und Projekten vorbereitend vermittelt werden.

 

In Ergänzung zu der bestehenden Städtepartnerschaft zwischen Laatzen und Ede in den Niederlanden wurde im Jahr 2004 zum ersten Mal ein Schüleraustausch zwischen der Albert-Einstein-Schule und dem Marnix College durchgeführt. Die Initiative für den Austausch ging seinerzeit von den Kolleginnen und Kollegen an der Partnerschule aus, da diese verpflichtenden Deutschunterricht für die Schülerinnen und Schüler anbietet. Für die niederländischen Schülerinnen und Schüler bietet die gemeinsame Zeit mit den Laatzener Austauschpartnern daher eine gute Möglichkeit, eigene Sprachkompetenzen zu vertiefen. Da jedoch große Teile der Kommunikation auf Englisch erfolgen, besteht während des Austausches auch für die Laatzener Schülerinnen und Schüler die Chance, die eigene Fremdsprachenkompetenz zu erweitern. Die Erkenntnis, dass sich viele Herausforderungen im Alltag durch die Beherrschung der englischen Sprache auch im europäischen Ausland lösen lassen, senkt dabei die Hemmschwelle der Schülerinnen und Schüler, das verpflichtende Berufspraktikum in der E-Phase oder aber Teile der Oberstufe im europäischen Ausland zu absolvieren.

Darüberhinaus fördert die Unterbringung der Schülerinnen und Schüler in Gastfamilien den interkulturellen Dialog und damit auch die interkulturelle Kompetenz der Neuntklässlerinnen und Neuntklässler beider Schulen. Begleitend zu den Erfahrungen in den Gastfamilien wird von beiden Partnerschule während des einwöchigen Austausches an der jeweiligen Gastschule ein breites Rahmenprogramm angeboten. Dabei stehen vor allem Exkursionen nach Amsterdam oder Berlin im Mittelpunkt, die neben der Stärkung sozialer Kompetenz auch einen Schwerpunkt auf die deutsch-niederländischen Beziehungen in der Vergangenheit werfen. Aus Sicht der Schülerinnen und Schüler ist während des Aufenthaltes in Deutschland aber auch die regelmäßige Fahrt in den Harz, wo bei entsprechender Witterung gerodelt und skigefahren wird, ein Höhepunkt des Schüleraustausches.

Zur Vor- und Nachbereitung dieser Eindrücke wird der Austausch von einer Holland-AG begleitet. Im Zuge der AG setzen sich die Schülerinnen und Schüler im Vorfeld mit landeskundlichen Einzelheiten auseinander und bereiten selbstreflexiv den interkulturellen Dialog während des Austausches vor. Auch die Frage danach, was die Schülerinnen und Schüler ihrer Meinung nach von den niederländischen Austauschpartnern unterscheide, regt einen Prozess der kritischen Selbstreflektion an, an dessen Ende nach Abschluss des Austausches regelmäßig die Erkenntnis steht, dass die Austauschpartner als Jugend Europas sehr viel mehr eint, als sie trennt. So sind aus dem Hollandaustausch in den vergangenen 10 Jahren zahlreiche Freundschaften entstanden, welche die Grundlage für ein Zusammenwachsen Europas über politische und nationale Grenzen hinweg ermöglichen kann.