Schüleraustausch mit Polen / XV. Liceum der Stadt Wroclaw (Breslau)      

Bereits seit über 20 Jahren besteht eine enge Partnerschaft zwischen dem XV. Liceum Wroclaw und der AES Laatzen. Auch in diesem Jahr konnte dank des Engagements der beteiligten Lehrkräfte Inge Finck, Monika Meyer-Wiedenbach von der AES Laatzen und Aneta und Jola vom XV. Liceum Wroclaw diese Partnerschaft wieder mit neuem Leben gefüllt werden. Wie in bisher jedem Jahr seit Beginn der Zusammenarbeit gibt es einen gegenseitigen Austausch mit 30 beteiligten Schülerinnen und Schülern. Während ihres Gastbesuches in Latzen haben die polnischen Austauschschülerinnen und -schüler bei ihren Austauschpartnern in den Gastfamilien gewohnt, mit ihnen gelebt und auch jede Menge erlebt. 

 

Nach der Ankunft und dem ersten echten Kennenlernen begann die Woche mit einer Stadtrallye, gefolgt von einem ebenso spannenden wie lustigen Abend, der mit einem Bowlingturnier begann und dann individuell von den Austauschteams gestaltet wurde. Am Mittwoch ging es für alle Austauschteilnehmer nach Bremerhaven, wo neben der Stadt selbst auch der Hafen und das Auswandererhaus warteten. Am Donnerstag ging es dann in die Projektarbeit. Im Rahmen von Foto- und Videoarbeiten präsentierten sich die Austauschpartner selbst und ihre Schule. Nach so viel „Arbeit“ mussten am Nachmittag Abwechslung und Action her, also fuhren alle gemeinsam in das Lasertagcenter Laatzen. Nach diversen Runden in immer neuen Teams waren alle geschafft und freuten sich auf einen entspannten Abend in Kleingruppen. Am Freitag stand dann noch ein gemeinsamer Kinobesuch auf dem Programm, bevor es am Abend auf die große Abschiedsfeier ging.

 

Die Zeit in den Austauschteams hat nicht nur gezeigt, dass Sprachbarrieren sehr schnell fallen, sondern auch, dass die Schülerinnen und Schüler aus Wroclaw und Laatzen als Jugend Europas mehr gemeinsam haben, als sie im ersten Moment erwartet hätten. Einige Teilnehmer des Austausches sind gleichzeitig an der AES Laatzen zu zertifizierten Toleranzlotsen ausgebildet worden und leiten eigenständig Workshops für Toleranz und Integration mit jüngeren Schülerinnen und Schülern. Auch sie haben in dieser Woche Freundschaften geschlossen, die Landesgrenzen nicht mehr trennen und sind damit einen großen Schritt auf dem Weg zu einem geeinten Europa gegangen, der weit über die politischen Diskussionen dieser Tage hinausreichen wird.

 

Die gemeinsamen Erlebnisse während des Austausches haben die Schülerinnen und Schüler auch im europaweiten Netzwerk eTwinning geteilt und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Die entwickelten Homepages und den Newsblog mit Bildern des Austausches erreichen Sie über den Twinspace der AES Laatzen im eTwinning-Netzwerk.

 ________________________________________________________________________

 

 

Das Jubiläumsjahr 2015

 

Bronzezwerge Piotr Wysocki und Albert Einstein 

Während der Jubläumsfeier im Juni 2014 wurden als Symbol für unsere 20-jährige Schulpartnerschaft zwei  Bronzefiguren - Piotr Wycocki und Albert Einstein - im Innenhof der AES eingeweiht.

Seitdem 1993 verbringen fast jedes Jahr 15 deutsche und 15 polnische Schülerinnen und Schüler zwei Wochen miteinander   -   eine im Herbst in Wroclaw und eine weitere im Frühjahr in Laatzen.

 TeamaufgabeWildwassererelbnisse in POlen

Gemeinsame Erlebnisse bringen uns näher.   Kleine Teamaufgaben, das Leben in der Familie oder Exkusionen bringen uns viel Spaß und Freude.                                            

Alle Schüler und Schlerinnen leben in den jeweiligen Gastfamilien der Partnerschüler/innen, lernen die Schulen kennen und erfahren, wie Jugendliche und ihre Familien ihr Leben gestalten. Ein kulturelles Programm und kreative Projekte während der Austauschwoche ergänzen und vertiefen die persönlichen Erfahrungen.  

Im Klettergarten Mardorf                                                  Modellierung von Tonskulpturen - eines der gemeinsamen Projekte

Ziel des Austausches ist es, den Blick für Polen und Deutschland innerhalb eines neuen Europas zu öffnen und Vorurteile auf beiden Seiten abzubauen.

Schülerinnen und Schüler der 10. Klassen aller Schulzweige der AES begegnen Schülerinnen und Schülern des zweiten Jahrgangs des XV. Liceums in Wroclaw (entspricht dem 11. Jahrgang einer gymnasialen Oberstufe bei uns).

Nach einer Woche interessanter und auch schwieriger Arbeit gibt es Anlass zu großer Freude - der Bronzeguss war erfolgreich!!

Die polnischen Schülerinnen haben als besonderen Schwerpunkt das Fach Deutsch gewählt, der Austausch bietet ihnen die Möglichkeit, die Sprache praktisch anzuwenden und zu erleben. Die deutschen Schüler/innen interessieren sich besonders für das Nachbarland Polen und wollen jenseits von Vorurteilen eigene Erfahrungen mit dem Land und seinen Menschen machen.

 ______________________________________________________________________________________________________________________

 

Die Namensgeber der Schulen in Bronze -  Piotr Wysocki und Albert Einstein

Während des Rückbesuches unserer polnischen Partnerschule in Laatzen im April 2012 führten die Schüler/innen verschiedene kreative Projekte durch.

Eines davon hatte die Gestaltung von besonderen Skulpturen aus Ton zum Ziel. Unter der Anleitung von Ute Hartwig – Schulz, einer Bildhauerin aus der Nähe von Leipzig, entstanden ca. 30 cm große Zwerge, die u.a. Albert Einstein, den Namensgeber der AES Laatzen, und Piotr Wysocki, den Patron des XV. Liceums in Wroclaw, darstellen.

 

 Erste Erfahrungen im Modellieren mit Ton                                                                Herstellen der GIPS-Negativform

Die beiden sind inzwischen in Bronze gegossen worden, damit sie zum 20 – jährigen Jubiläum des deutsch – polnischen Schüleraustausches 2013 als Symbol der langjährigen Partnerschaft vor den Schulen aufgestellt werden können.

In den Herbstferien 2012 fand dazu auf dem Künstlergut Prösitz in der Nähe von Leipzig eine Bronze – Gießkurs statt, an dem deutsche und polnische Schüler/innen teilgenommen haben.

Einstampfen der Formen vor dem Gießen                                                          Der spannenste Augenblick - der Bronzeguß

Einweihung der Bronzezwerge in Wroclaw und in Laatzen

 
Zwergenwettbewerb in WroclawEinweihung der Bronzezwerge Im Oktober 2013 in Wroclaw  
Ein Zwergenwettbewerb begleitete die Einweihung des Bronzezwerges in Wroclaw.  Der "Piotr Wysocki"- Zwerg wurde mit Schülerausweis zum Ehrenschüler des Lyzeums.  
Ehrenwache für den BronzezwergZwergenwettbewerb in WroclawKuchen für alle
 
  Die Geschichten, ein Überraschungsfilm, Kuchen für alle, der Zwergenwettbewerb, ein gemeinsamer Scetch der deutschen und der polnischen Schüler  erinnern uns sehr lebendig an  die Jubiläumsfeier.  

 

Einweihung der Bronzezwerge Juni 2014 Deutsch-Polnische Gruppe 2014 in Laatzen
Die Einweihung der Zwerge Unsere Deutsch-Polnische Gruppe im Sommer 2014 in Laatzen
Feierstunde in Laatzen Die Förderer des Deutsch- Polnische Austausches
 Die Stadt Laatzen, der Förderkreis

 und der Förderverein BISTRO unterstützen den Deutsch-Polnischen Schüleraustausch.

 

Ein großer Dank geht dabei an den Förderkreis, der das Projekt hilfreich unterstützt hat!

Kleine Zwerge aus Bronze, die heute überall in der Innenstadt von Wroclaw, der Stadt unserer Partnerschule, zu finden sind, haben eine besondere Geschichte und Bedeutung.

Ihr Ursprung liegt in der „Orangenen Alternative“ (pomaranczowa Alternatywa), einer kreativen, künstlerischen Jugend - Bewegung, die sich in den 80iger Jahren zur Zeit der Solidarnosc, einer unabhängigen Gewerkschaftsbewegung in Polen, gegen das kommunistische Regime wandte.  Ihre Ausdrucksformen waren Graffitis in Form von Zwergen mit orangenen Zipfelmützen, die sich mit kreativen Slogans gegen das Regime wandten.

 Nach der Wende tauchten dann ab 2001 in der Innenstadt von Wroclaw plötzlich kleine Zwerge aus Bronze auf, besonders in der Nähe des Marktplatzes. Inzwischen gibt es mehr als hundert von ihnen in der Stadt, und aus den ehemals politischen Zwergen ist heute eine touristische Attraktion geworden.

Diese Zwerge gibt es in dieser Form nur in Wroclaw, sie sind dort etwas Besonderes.

Auch wir waren während unserer Aufenthalte dort auf der Jagd nach ihnen; sie waren Anregung und Motiv für verschiedene deutsch - polnische Foto - Projekte.