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Korman-Finkelstein-Preis für die AES - eine Auszeichnung für den Einsatz für Erinnerungskultur

Am 23.6.2026 fand die Verleihung des Korman-Finkelstein-Preises für Respekt und Toleranz statt. Die Preisverleihung wurde im VW-Werk Hannover abgehalten.
Eingegangen waren insgesamt 13 Projekte, von denen die besten drei prämiert wurden. Eine Jury, bestehend aus zwei Töchtern von Salomon-Finkelstein und weiteren Mitgliedern des VW-Konzerns, entschied über die Platzierungen. Zudem waren auch externe Mitglieder in der Jury.
Der Preis wird jedes Jahr in der Region Hannover für Projekte verliehen, die sich mit kreative Ideen gegen Rassismus und Diskriminierung engagieren und für Toleranz, Vielfalt und gesellschaftlichen Zusammenhalt stehen. Dies wurde durch eine Rede von Daniela Finkelstein noch einmal verdeutlicht: Sie wies dabei auf die Vergangenheit und das Schicksal ihres Vaters in Auschwitz hin. Ihnen wurde damals der Name aberkannt und durch eine Nummer ersetzt, die in den Arm eintätowiert wurde.
Sie betonte die dadurch entstandene Entmenschlichung und mahnte an, dass hinter jeder Zahl ein Menschenschicksal stehe.
Weiter hob sie hervor, dass die Erinnerungskultur ein wichtiger Bestandteil nicht nur in Deutschland, sondern auch in der ganzen Welt sei.
Nach weiteren bewegenden Worten kam es zur Vorstellung der nominierten Projekte.
Danach stellten einige Schüler des Seminarkurses der AES ihr Projekt „Erinnern statt vergessen“ vor. Ihr Projekt setze sich aus mehreren verschiedenen Aktionen zusammen. Dazu gehörten
die Mitwirkung an der Gedenkfeier am 9. November in Gleidingen. Diese erinnert an die Zerstörung diente zur Erinnerung an die Zerstörung der dortigen Synagoge und den Boykott der jüdischen Bevölkerung.
Zudem nahmen sie auch am Volkstrauertag teil und trugen Geschichten von Zeitzeugen vor.
Für den 10. Jahrgang organisierten sie außerdem mithilfe von Herrn Ruß und Herrn Paetzmann einen Projekttag über NS und AS für Aufklärung und das Erhalten der Erinnerungskultur.
Das Ziel war es, den Schülerinnen und Schülern das Thema näherzubringen und dafür zu sorgen, dass es nicht in Vergessenheit gerät.
Außerdem nahmen sie an einem Poetry Slam Workshop teil, bei dem sie passende Gedichte zum Thema verfassten. Der Seminarkurs entschied, zur Preisverleihung das Gedicht
„Kalte Stille“ vorzutragen, das sich mit dem Thema Stolperstein beschäftigte. Besonders bewegend war die letzte Zeile des Gedichts: Denn nicht jeder Weg, der mit Gold gepflastert ist, ist ein Symbol für Reichtum und Überfluss. Das Gedicht ruft dazu auf, mehr auf die Stolpersteine zu achten und statt Schuldgefühlen Verantwortung zu übernehmen.
Nach dieser Projektpräsentation erfolgte die noch die Vorstellung des zweiten Projekts. Dabei handelte es sich um den Kampf gegen die Abschiebung einer Schülerin aus Hannover Linden mit dem Titel: „Klassenkampf für Rojien“.
Bei der dritten Vorstellung wurde ein Video gezeigt, welches die Folgen von Rassismus und Diskriminierung veranschaulicht mit dem Titel: „So fühlt es sich an“.
Alle Projekte waren sehr berührend und emotional und beschäftigten sich mit wichtigen Problemen, die in der heutigen Zeit und Gesellschaft herrschen.
Nach jeder Projektvorstellung wurde die in positives Feedback der Jury erteilt.
Im Anschluss folgte die Platzierung und Siegerehrung, bei der jeder Platz eine Geldsumme gewinnen konnte, insgesamt waren die Preise mit 3000 € dotiert.
Den 1. Platz belegte die IGS Linden mit „Klassenkampf für Rojien“ und ihrem Kampf gegen die Abschiebung ihrer Mitschülerin.
Den 2. Platz belegte die AES mit ihrem Projekt „Erinnern statt vergessen“, während der 3. Platz an Alihan Nict mit dem Video „So fühlt es sich an“ ging.
Das gewonnene Preisgeld will der Seminarkurs der AES für die Platzierung eines weiteren Stolpersteins und einen Besuch im Konzentrationslager Bergen-Belsen verwenden. Dieser Stolperstein soll der noch unerzählten Geschichte eines verfolgten und ermordeten Juden in Grasdorf gewidmet werden.
Die Veranstaltung klang aus bei Kaffee und Kuchen mit viel Zeit für Austausch und Gesprächen.

Emma Wolf und Emilia Kraft

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